Urlaub mit Hunden

Viele fürchten, dass die Zeit unbeschwerter Urlaube mit der Anschaffung eines Hundes endgültig "passé" ist. Doch das muss nicht sein, da die Zahl hundefreundlicher Pensionen - gar Hotels (!) -, ständig zunimmt. Dennoch sollte sich natürlich jeder Halter fragen, was der Vierbeiner besser verkraftet - den womöglich nur kurzen Trennungsschmerz bei der Ankunft in einer Hundepension oder den Stress einer langen Flugreise? Hier sind also individuelle Entscheidungen und ein sorgfältiges Abwägen gefragt. So wird man, um nur ein Beispiel zu nennen, einem älteren, vielleicht gar herzkranken Hund, nicht unbedingt einen Aufenthalt im sonnigen Süden zumuten. Obwohl Spanien und ein Urlaub am Meer für Hundehalter keineswegs automatisch tabu sind. So gilt Riumar (www.riumar.de) im Ebro-Delta in Nordspanien als Geheimtipp unter Hundehaltern (schon mehrfach in Printmedien wie auch in Hörfunk und Fernsehen vorgestellt!), da die weitläufige Sandstrände wie auch die schier endlosen Dünen mit kaum Verbotsschildern und Abgrenzungen aufwarten.

Ferienhäuser, in denen Hunde erlaubt sind, sind zudem durch Zäune oder Mauern eingefriedet und auf der Webseite mit einem speziellen (Hunde)Symbol markiert. Ein Service, den heute viele Urlaubs- und Internet-Portale anbieten und der ein Auffinden geeigneter Objekte leicht macht ...

Bedenken sollten wir natürlich, dass - fast überall im Süden -, die Temperaturen im Sommer jenseits der 30 Grad liegen, so dass für Familien mit Hunden und/oder Kleinkindern eher die Vor- bzw. Nachsaison in Frage kommt. Zumal die Anreise, je nach Urlaubsziel (und das gilt bereits für Südfrankreich!), schon mal 10 oder 14 Stunden in Anspruch nimmt. Ein Trinknapf und eine Flasche mit frischem Wasser muss also auf jeden Fall mit an Bord sein!

Zudem wäre es, auch für die menschlichen Insassen, durchaus wünschenswert, wenn der Wagen - im Idealfall ein Kombi -, mit einer Klimaanlage ausgestattet ist. Vielleicht finden wir ja Großeltern, Verwandte oder Freunde, die ein solches Gefährt ihr eigen nennen und während des Urlaubs mit uns tauschen?

Natürlich sollte der Vierbeiner während der Fahrt so untergebracht werden, dass er nicht sich selbst oder den Fahrer gefährdet. Hierzu gibt es spezielle Boxen und Rückhaltenetze, aber auch Gurtsysteme, mit denen der Hund auf den Rücksitzen angeschnallt wird. Wann immer möglich, sollten wir genügend Futter von Zuhause mitnehmen, da nicht immer sichergestellt ist, ob "Bellos" Lieblingsmarke auch am Urlaubsort erhältlich ist.

Vorsicht übrigens vor allzu üppigen Mahlzeiten vor und während der Fahrt, da manche - zumal Jungtiere -, das Autofahren schlecht vertragen und schon mal zu spucken (alte Handtücher mitnehmen!) beginnen. Neben der Haftpflichtversicherung, die uns vor finanziellen Forderungen schützt (auch wohlerzogene Hunde können mal Unsinn anstellen), gehört heute vor allem der so genannte Europäische Heimtierpass ins Gepäck, in dem der Gesundheitszustand des Hundes wie auch seine Impfungen dokumentiert sind. Freilich gibt es Länder, die weitere, darüber hinausgehende Untersuchungen (etwa einen Nachweis über die Wirksamkeit der Tollwutimpfung) einfordern und/oder Hundehaltern einen Leinen- oder Maulkorbzwang (zumindest das Mitführen dieser Dinge) auferlegen. Hier sollte man sich also rechtzeitig beim Tierarzt seines Vertrauens informieren.

Der kann auch darüber entscheiden, ob der Vierbeiner überhaupt für eine Reise fit ist oder vielleicht doch besser in einer der heute zahlreichen Hundepensionen untergebracht wird? Natürlich werden sensible Tiere hier anfangs unter der Trennung leiden. Daher stellt sich die Frage, ob es Freunde oder Verwandte gibt, die das Tier vielleicht bei sich aufnehmen ...

Wobei eine gute Hundepension für robuste Tiere kaum ein Problem darstellt. Natürlich sollten Zwinger und Boxen sauber und groß genug sein. Ist der eigene Hund unverträglich, muss natürlich sichergestellt sein, dass das Tier auch separat und ohne Kontakt zu Artgenossen gehalten wird. Hier macht es also Sinn, wenn man sich Räumlichkeiten wie auch Betreiber vorher ansieht!

So sollten das Umfeld passen (möglichst keine vielbefahrenen Straßen in der Nähe!) und umzäunte Freilauf- und Spielflächen zur Verfügung stehen. Hat der Hund chronische Krankheiten, so wird man den Betreuern die genaue Verabreichung der Medikamente notieren und auf jeden Fall dafür Sorge tragen, dass für die Dauer des Aufenthaltes genügend Pillen und Tropfen zur Verfügung stehen.

Zusätzlich wird die Adresse des behandelnden Tierarztes wie auch die eigene Ferienanschrift (samt Handy-Nummer !) hinterlegt. Denn schließlich wollen wir uns ja erholen und nicht ständig von der Sorge um den geliebten Vierbeiner abgelenkt werden!

Übrigens: Je besser der Hund erzogen ist, desto geringer sind die Probleme ... das gilt für die Hundepension wie auch den Aufenthalt in einem Hotel. Denn natürlich darf der Vierbeiner auch in tierfreundlichen Häusern weder die anderen Gäste belästigen noch bei jedem nichtigen Anlass laut zu bellen anfangen.

Schließlich wollen sich auch die übrigen Reisenden erholen und wir selbst ggf. ja im nächten Jahr wieder mit unserem Vierbeiner zurückkommen!


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